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Neues zum Thema Organspende, Transplantation und Hirntod

10.12.10: Film "Hirntod und Organspende - Die verschwiegene Seite" online abrufbar

Seit 10.12.10 ist der Film "Hirntod und Organspende - Die verschwiegene Seite" online in voller Länge abrufbar. In dieser Dokumentation berichtet eine Familie über tiefgreifende Konflikte, die durch eine stellvertretende Zustimmung zur Organentnahme entstanden sind.

Zur Zeit wird eindringlich für die Bereitschaft zur Organspende geworben. Die Vorschläge zur Erhöhung der Organspendezahlen reichen von einer Gesetzesänderung - weg von der jetzt geltenden erweiterten Zustimmungslösung zur Widerspruchslösung - bis zur Forderung, sich im Führerschein, im Personalausweis oder auf der Chipkarte der Krankenkasse verbindlich zur Organspende zu erklären. Dabei wird verschwiegen, dass der Hirntod als Tod des Menschen wissenschaftlich widerlegt ist. Auslöser für die vielen kritischen Artikel in renommierten internationalen medizinischen Fachzeitschriften war ein Hirntod-kritisches Statement des Ethikrats des US-Präsidenten 2008 (President's Council on Bioethics). Doch dieser aktuelle Wissensstand wird bei der derzeitig verstärkten Werbung für Organspende unter Verschluss gehalten - auch gegenüber den Angehörigen, die eine Entscheidung treffen müssen.

"Doch wie können Angehörige im Schockzustand eine tragfähige Entscheidung treffen, wenn ihnen die entscheidenden Informationen vorenthalten werden?" Diese bittere Frage stellt sich die Familie. Am Ende des Films steht die Forderung nach der engen Zustimmungslösung. Nur Menschen, die nach umfassender Aufklärung - nicht Werbung - selbst zugestimmt haben, dürfen als Organspender in Betracht kommen.

Autorin: Silvia Matthies
Produzent: KAO 2010
Dauer: 36 Minuten

Der Film ist auf Anfrage bei uns auch als DVD erhältlich.
E-Mails dazu senden Sie bitte mit dem Betreff "DVD-Anfrage" an: anfrageMeilzeicheninitiative-kao.de

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Was am Ende bleibt: Gewissenskonflikt nach einer Organspende

Seit 18.02.12 gibt es online abrufbar einen weiteren interessanten Bericht einer Angehörigen. Darin berichtet eine Mutter über den Gewissenskonflikt nach der Organ"spende" ihrer Tochter, zu welcher sie die Zustimmung gegeben hat. Zu diesem Zeitpunkt wusste sie nicht, dass der Hirntod nicht mit dem Tod des Menschen gleichzusetzen ist. Erst nach vielen Jahren kann sie über diesen Konflikt, der sie belastet, reden.

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