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Angehörigensicht

Wussten Sie schon...?

Lupe mit Schrift Angehörige

... dass Angehörige weitere Opfer sind?

  • überrumpelt

  • unter Schock

  • uninformiert

  • im Zeitdruck

stimmen viele der Angehörigen einer Organentnahme zu.

Die Hoffnung, dass aus dem Schlimmen etwas Gutes wird, erfüllt sich nicht.

Die Folge ist häufig ein Trauma:

  • Schuldgefühle, dass man den Angehörigen in seiner letzten Stunde allein gelassen hat.

  • Entsetzen, wenn man sich genauer über den Vorgang der Organentnahme informiert hat.

  • Wut, dass man in der größten eigenen Not verantwortlich gemacht wird für den Tod anderer.

Dies alles wird in der Öffentlichkeit verschwiegen.

An dieser Stelle möchten wir Ihnen daher einen Einblick in unsere Erfahrungen geben, die wir mit dem Thema Organspende gemacht haben, als wir unsere verunglückten Kinder zur Organentnahme freigegeben haben, ohne die Hintergründe zu diesem Zeitpunkt genau genug zu kennen.

Übersicht der Beiträge:

Hier finden Sie Erfahrungsberichte von Angehörigen nicht nur aus Deuschland, sondern auch aus Frankreich, Italien und den USA - ein Hinweis darauf, dass weltweit die Menschen nicht darüber informiert werden, was eine Organentnahme für den Sterbenden und die Abschiednahme bedeutet. Wir bitten die Besucher unserer Webseite, die unterschiedlichen Erfahrungen und persönlichen Sichtweisen zu respektieren.

Ergänzende Informationen zur Angehörigensicht

Siehe zum Thema Angehörigengespräche auch die folgenden Themenspecials auf www.organspende-aufklaerung.de:

  • 12.05.12: Bundesregierung gegen verbindliche Richtlinien für Angehörigengespräche bei Organspende
    Die Deutsche Bundesregierung hält die Schaffung allgemein verbindlicher Richtlinien für den Ablauf von Angehörigengesprächen bei postmortalen Organspenden nicht für empfehlenswert. "Die im Zusammenhang mit einer möglichen Organspende stehenden individuellen und komplexen Detailfragen" könnten darin nicht abgebildet werden, heißt es in der jetzt veröffentlichten Antwort der Regierung vom 16.04.12 auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Bundestag.

    Mehr im Themenspecial: Nichts hören, nichts sehen, nichts ändern - Regierung gegen verbindliche Richtlinien für Angehörigengespräche bei Organspende
     

  • 02.02.12 Organspender-Gewinnung: In neun von zehn Fällen entscheiden Angehörige über Organentnahme - Vorwürfe der Manipulation bei Angehörigengesprächen
    In neun von zehn Fällen werden in deutschland die Angehörigen derzeit über eine mögliche Organspende befragt, weil der hirntote Patient seinen Willen nicht dokumentiert hat. Diese aktuellen vorläufigen Zahlen aus dem Jahr 2011 hat die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) am 30.01.12 vorgelegt. Demnach geben laut Umfragen zwar rund 20 Prozent der Deutschen an, einen Organspendeausweis zu besitzen, in der Realität im Krankenhaus sehe dies jedoch anders aus. Nur knapp sieben Prozent haben laut DSO ihre Entscheidung zur Organspende schriftlich, zum Beispiel in einem Organspendeausweis hinterlegt und damit zu Lebzeiten eine Entscheidung getroffen.
    Zudem wurden Vorwürfe laut, dass manipulative Methoden der Gesprächsführung wie das sogenannte Neurolingustistische Programmieren (NLP) genutzt werden bzw. wurden, um Angehörige von Hirntoten zu einem Einverständnis in eine Organentnahme zu überreden.

    Mehr im Themenspecial: In neun von zehn Fällen entscheiden Angehörige über Organentnahme - Vorwürfe der Manipulation bei Angehörigengesprächen

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