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Hirntod

Wussten Sie schon...?

Lupe mit Schrift Hirntod
  • Der vollständige Ausfall aller Gehirnfunktionen - "Hirntod" - ist nicht feststellbar.
     
  • Hirntod ist eine Definition, um dem Sterbenden ungestraft Organe entnehmen zu können.
     
  • Hirntote müssen ernährt, gepflegt, überwacht, getestet und mit Medikamenten versorgt werden.
     
  • Notfalls werden sie wiederbelebt!
     
  • Sie sind warm, der Stoffwechsel funktioniert.
     
  • Hirntote Frauen können Kinder gebären, hirntote Männer können Erektionen haben.
     
  • Hirntote können Reaktionen auf äußere Reize zeigen. Bewegungen der Arme und Beine sind möglich.
     
  • Der Test zur Feststellung des Hirntodes kann bei nicht hirntoten Patienten Schädigungen des Gehirns zur Folge haben.

      "Ein gravierendes Problem der spendezentrierten Lebensverlängerung liegt darin, dass sie in seltenen Fällen zur Ausbildung eines apallischen Syndroms führen kann, in dem der Patient erneut selbstständig atmen und schlucken kann, ohne sein Bewusstsein zurückzuerlangen. Diesen Zustand schwerster neurologischer Schädigung und vollständiger Pflegebedürftigkeit wollen gewiss etliche Patienten und Angehörige keinesfalls akzeptieren. Patienten, Betreuer und Bevollmächtigte müssten wissen, welche Risiken bestehen, um diese ablehnen oder ihnen begegnen zu können."

    (aus: "Medizinethik: Behandlung potenzieller Organspender im Präfinalstadium" von Schöne-Seifert, Bettina; Prien, Thomas; Rellensmann, Georg; Roeder, Norbert; Schmidt, Hartmut H.-J., in: Deutsches Ärzteblatt 2011; 108(40), 07.10.11)
     

"So tot wie nötig, so lebendig wie möglich."
Prof. Franco Rest
 

Übersicht

(Stand: 10.06.15)

Nachfolgend haben wie einige kritische Beiträge zum Thema Hirntod und Organspende zusammengestellt. Die Beiträge werden laufend weiter ergänzt.

Neu: Hirntod-Diagnostik: Annäherungen an den Tod
Immer wieder äußern sich Vertreter der Ärzteschaft in einlullenden Worten zur Sicherheit der Hirntod-Diagnostik. Tatsächlich aber ist diese Diagnose viel schwieriger, als behauptet wird. Der sensible Bereich ist nicht einmal umfassend erforscht.
Ein Gastbeitrag von Claudia Wiesemann
SUEDDEUTSCHE.DE 04.06.15
 

Fakten zum Hirntod-Konzept
Zusammenstellung von KAO, April 2011

Hirntoddefinition der Harvard Medical School von 1968
Infos von Roberto Rotondo, Informationsstelle Transplantation und Organspende

PDF "Ist der "Hirntote" wirklich tot oder ist er ein Sterbender?"
von Georg Meinecke
10 Seiten, hier veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Autors am 11.04.13

PDF Wie das Leben von hirnverletzten Patienten gerettet werden kann
Warum man "hirntoten" Patienten bislang eine angemessene Behandlung vorenthält und die Hirnschädigungen eher verschlimmert, anstatt sie zu diagnostizieren
Vortrag von Cicero Galli Coimbra, MD, PHD, Lehrbeauftragter Professor für Neurologie und Neurowissenschaften, Landesuniversität Sao Paulo - UNIFESP, Brasilien
beim Kongress "Organspender sind nicht tot", Hirntod ist ein umstrittenes Kriterium zum Zweck der Organübertragung
Amersfoort, Niederlande, 9. November 2012
Anmerkung: Dieser Vortrag wurde gehalten als Powerpointpräsentation. Die Zahlen in Klammern beziehen sich auf die dazu gehörigen Folien. Die englischsprachige Präsentation kann bei Kritische Aufklärung über Organtransplantation KAO e.V. angefragt werden.
Übersetzung aus dem Englischen: Renate Focke, KAO

PDF Hirntot = wirklich tot?
Die Politik will die Anzahl transplantierbarer Organe steigern und dazu das Transplantationsgesetz ändern. Als Entnahmekriterium gilt bislang der Nachweis des Hirntods. Dabei sprechen eine Vielzahl guter Gründe dagegen, den Tod des Gehirns mit dem des Menschen gleichzusetzen. Der Würzburger Medizinrechtler Rainer Beckmann zeigt in diesem Beitrag, warum das Hirntod-Kriterium ungeeignet ist, den Tod des Menschen sicher nachzuweisen.
Von Rainer Beckmann
Lebensforum, Zeitschrift der Aktion Lebensrecht für Alle (AlfA) e.V., Ausgabe 101 - 1/2012 vom Frühjahr 2012

Wie tot sind Hirntote? Alte Frage – neue Antworten
Sabine Müller
APuZ Aus Politik und Zeitgeschichte Nr. 20-21 / 16.05.2011

Organspende – tödliches Dilemma oder ethische Pflicht? - Essay
Anna Bergmann
Für die Popularisierung der „Gemeinschaftsaufgabe Organspende“ 1 wird in Deutschland ein hoher medialer und finanzieller Aufwand betrieben.
APuZ Aus Politik und Zeitgeschichte Nr. 20-21 / 16.05.2011

PDF Ein Plädoyer für die Reanimation der Hirntoddebatte in Deutschland
Prof. Dr. Ralf Stoecker
19 Seiten, in: D. Preuß, N. Knoepffler, K.-M. Kodalle (Hg.), Körperteile - Körper teilen, Kritisches Jahrbuch der Philosophie, Beiheft 8/2009, 41,52,
veröffentlich auf der Webseite der Ärzte für das Leben e.V. mit freundlicher Genehmigung des Verlages Verlag Königshausen & Neumann.

PDF Der Hirntod: Kein sicheres Todeszeichen!
Der folgende Beitrag setzt die Debatte über den Hirntod fort,die in "LebensForum" seit einigen Ausgaben geführt wird. Nachdem in der Ausgabe Nr.91 (3/2009)zuletzt ein Neuropathologe und Theologe den Hirntod "medizinisch-pragmatisch als Kriterium zum Nachweis des Todes des ganzen Menschen" verteidigt hat, kommt hier nun ein dezidierter Kritiker des Hirntod-Konzeptes zu Wort.
Von Rainer Beckmann
Lebensforum Ausgabe 93 - 1/2010 vom März 2010, Zeitschrift der "Aktion Lebensrecht für Alle" ALfA e.V.

Die Lebenden und die Toten
Die Transplantationsmedizin beginnt sich von der "Tote-Spender-Regel" zu verabschieden
Linus S. Geisler
Die "Tote-Spender-Regel" (Dead Donor Rule), die seit rund 40 Jahren in der Transplantationsmedizin akzeptiert ist, formuliert zwei ethische Normen, die die Praxis der Organentnahme betreffen: Lebenswichtige Organe dürfen nur von toten Patienten entnommen werden; lebende Patienten dürfen nicht für oder durch eine Organentnahme getötet werden. Derzeit gibt es Bestrebungen, das Konzept des Hirntodes oder des Herztodes auszuhöhlen und die Entnahme lebenswichtiger Organe zur Organspende bereits bei Lebenden zu legitimieren. Linus S. Geisler warnt vor einem fundamentalen Tabubruch.
UNIVERSITAS, 65. Jahrgang, Nr. 763, Ausgabe Januar 2010, S. 4-13

Hirntod - keine wissenschaftliche Erkenntnis, sondern Definition
Vortrag von Dr. Martin Stahnke, 22.05.09

Internationale Konferenz am 19. Februar 2009 in Rom:

Tagung der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften Febr. 2005:

PDFDer Hirntod - Zur Problematik einer neuen Todesdefinition
Univ.-Prof. Dr. theol Manfred Balkenohl
Zeitschrift "Theologisches" Ausgabe Januar / Februar 2007

Der Hirntod ist eine Phase im Sterben und damit Teil des Lebens
Wann ist der Mensch tot / Ein Gespräch mit dem Mediziner Linus Geisler über die Voraussetzungen einer Organentnahme
Frankfurter Rundschau, 24.02.1995, S. 16

Der Hirntod, seine rechtliche Bedeutung und das neue Transplantationsgesetz
Von Prof. Herbert Tröndle
Der Beitrag ist dem Buch "Antworten auf Grundfragen" entnommen, welches zum 80. Geburtstag von Prof. Tröndle in der C. H. Beck'schen Verlagsbuchhandlung München 1999 erschienen ist.

Tabuverletzungen und Schuldkonflikte in der Transplantationsmedizin
Anna Bergmann

Hirntoddebatte: Ein 'Mahnbrief' von Thomas von Aquin
Organspende, Hirntod – das waren zu Lebzeiten des Kirchenlehrers Thomas von Aquin noch keine medizinisch und ethisch diskutierten Fragen. Doch was würde er dazu sagen, wäre er unser Zeitgenosse? Von Marcus Knaup
KATH.NET 05.11.11

Wie tot ist hirntot?
Vortrag von Roberto Rotondo vom 13.05.2011 beim Kongress mit Inszenierung "Die Untoten: Life Sciences & Pulp Fiction"
Dort gibt es den Votrag zum Nachlesen und auch den Link zum Vortrag als Video.

www.diagnose-hirntod.de
Infoseite mit wissenschaftlichen Fakten rund um den Hirntod

Menschenwürde - Hirntod - Organspende
Wann ist ein Mensch wirklich tot?
Umfangreiche Infoseite speziell zum Hirntod

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